Immer schön locker bleiben!

Vor einiger Zeit habe ich mit meinem Ehemann in Australien Golf gespielt. Mit dabei war ein Freund meines Mannes, der früher als professioneller Golfer und Tourspieler tätig war. Es war eine entspannte Runde, die in freundschaftlicher Atmosphäre vonstatten ging. Aber natürlich waren mein Mann und ich daran interessiert, möglichst viele Tipps und Ratschläge zu erhalten, um unser Spiel zu verbessern. Danach sassen wir gemütlich beisammen, gönnten uns den einen oder andern Drink und diskutierten, was eigentlich den Unterschied zwischen einem guten und einem Top Spieler ausmacht.

Ich war immer schon sportbegeistert und habe bisher mit zahlreichen Top-Athleten gearbeitet und trainiert. Trotzdem vermochte mich unser Freund mit seiner Ansicht zu überraschen: “Solange man Spass haben möchte, wird man es in keiner Sportart zu etwas bringen.” Zunächst haben wir darüber gelacht. Doch dem ehemaligen Golfprofi war es ernst mit seiner Aussage. Seither habe ich viel darüber nachgedacht.

Sport soll Spass und Freude bereiten

Der Unterschied, der die besten Spieler auszeichnet, sind natürlich die 0,1 Prozent Extra-Hingabe und Disziplin, die ihr gesamtes Leben prägen: Dies betrifft Trainings- und Essgewohnheiten wie auch die mentale Einstellung und Vorbereitung. Sämtliche Bereiche des Lebens werden den sportlichen Zielen untergeordnet, was einer Besessenheit gleichkommt.

Für uns Normalsterbliche sieht die Realität etwas anders aus: Sport sollte uns in erster Linie Spass und Freude bereiten. Natürlich haben auch wir Ziele und Ambitionen. Doch die besten Resultate erzielen wir erfahrungsgemäss dann, wenn wir Spass haben und uns dabei gut fühlen. Professionelle Sportler werden bezahlt, weshalb von ihnen Höchstleistungen und Siege erwartet werden. Ihre Trainings- und Lebensgestaltung müssen sie entsprechend darauf ausrichten. Unsere Zielsetzungen sind bescheidener. Aber deshalb sind sie noch lange nicht weniger wichtig: Freude an der Bewegung und unsere persönliche Entwicklung sollten im Vordergrund stehen.

Wenn Sie gerade etwas ausser Form sind und das Training wiederaufnehmen wollen, sollten Sie dies langsam angehen. Nehmen Sie sich Zeit, und erfreuen Sie sich an den grossen Fortschritten, die sich schnell einstellen, wenn Sie zunächst von einem etwas tieferen Niveau ausgehen. Sobald Sie wieder fit sind, sollten Sie sich realistische Ziele setzen. Der Übergang vom Frühling zum Sommer ist die ideale Zeit, um einen sogenannten reality check vorzunehmen. So lässt sich die Verletzungsanfälligkeit ganz erheblich reduzieren.

Und was ganz wichtig ist: Vergessen Sie nicht, Freude am Sport zu haben. Ihr Körper wird es Ihnen danken.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Åsa

www.physiofirst.ch

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